Geschrieben von Luthien am 10. April 2010
Wir verabredeten, uns Anfang INGerimm wieder in Punin zu treffen, und trennten dann unsere Wege für die nächsten Monate. Nachdem ich noch etwa einen Monat in Punin verbracht hatte, brach ich gemeinsam mit Shelia nach Kunchom auf. Dort konnte ich aus einigen alten Schriftstücken das bisher offenbar unverstandene Wissen um eine weitere Arkanoglyphe rekonstruieren. Anschließend schiffte ich mich nach Mirham ein. Savertin selbst stand leider nicht für ein Gespräch zur Verfügung, also ließ ich ihm einen Brief überbringen, in dem ich ihm mitteilte, dass auch wir der Todesfalle bei Andalkan enkommen waren und wo wir in nächster Zeit vermutlich zu erreichen seien. Ich hinterließ außerdem meine Niederschriften über die Arkanoglyphen für ihn und nutzte die neuen Bildungsmöglichkeiten, die sich mir nun boten.
Über Kuslik (dort ließ ich mich in die fast verlorene Kunst der Arkanil-Zeichen einweihen, um sie auf Parallelen zu den Arkanoglyphen zu untersuchen) reiste ich zurück nach Punin. Unterwegs erhielt ich einen Brief vom Schwert der Schwerter persönlich, der mich (oder besser: den verstorbenen Galardan Seimwart) nach Perricum einlud. In Punin erfuhr ich, dass auch meine Gefährten eine solche Aufforderung erhalten hatten und Alrich sogar bereits dorthin gereist sei. Wir brachen sofort auf.
Am 17. INGerimm (dem im Brief erwähnten Termin) begaben wir uns – nun wieder in Gesellschaft unseres Ritters – zur Festung. Dort wurden wir zwar freundlich aufgenommen, doch das Schwert der Schwerter war erst vor kurzem überraschend nach Gareth aufgebrochen. Einer ihrer Vertreter schlug uns vor, anstatt untätig herumzusitzen, lieber ein Treffen mit dem Admiralitätsstab der kaiserlichen Flotte zu arrangieren.
Am nächsten Morgen machten wir uns also auf den Weg zum Kriegshafen Perricums. Durch die Autorität Alrichs und die Erwähnung des Schwerts der Schwerter erlangten wir Eintritt in das schwer gesicherte Militärviertel. Gerwuld, Shelia und Ich warteten außerhalb der Mauern, was sich als glücklicher Zufall erwies, denn eine Adeptin der örtlichen Schule der Austreibung suchte uns auf und überreichte uns eine Nachricht, dass die Spektabilität uns in Sachen Borbarad sprechen wolle.
Nachdem Alrich und Arrulskhan wieder zu uns gestoßen und berichtet hatten, dass die kaiserlichen Admiräle nichts unternehmen, sondern viel mehr den Verlust ihrer Schiffe vertuschen wollten, begaben wir uns auf den Rückweg zur Burg. Auf dem Weg dorthin wurden wir plötzlich beinahe von einer Kutsche niedergemacht. Arrulskhan nahm sofort die Verfolgung auf und sollte erst in unseren Quartieren wieder zu uns stoßen. Wir verbliebenen vier indess, hörten einen lauten Schrei. Wir folgten dem Laut und entdeckten einen in seinem eigenen Laden niedergestreckten ALchimisten. Eine Gesellin erzählte uns von seiner Letzten Kundin: einer schwarzhaarigen Elfe. Der Giftschrank des Mannes war aufgebrochen und geplündert worden. Ohne, dass wir uns einen genauen Reim darauf machen konnten, kehrten wir zu unseren Zimmern zurück. Arrulskhan berichtete davon, dass ein von der Kutsche heruntergesprungener Zant ihn daran gehindert hätte, selbige einzuholen.
Wie es in der Nachricht der Spektabilität stand, machten wir uns am nächsten Morgen zur örtlichen Magierakademie auf. Olorand von Gareth-Rothenfels hatte bereits von den großen Taten meiner Gefährten gehört und bat uns daher nun, ihm bei der Suche nach einer kürzlich verschwundenen Magierin seiner Akademie behilflich zu sein, die zu allem Überluss wohl auch noch einige Gerätschaften und Dokumente, die möglicherweise mit Borbarad oder Galotta im Zusammenhang stehen könnten, entwendet haben soll. Nachdem wir ihre Arbeitsräume durchsucht und nichts gefunden hatten, machten wir uns auf den Weg zu ihrem Haus in der Stadt, als es auf der Brücke vor den Toren der Akademie zu einer schicksalshaften Begegnung kam.
Eine junge Halbelfe in der Tracht einer Noionitin folgte uns und sprach uns überraschend an, indem sie meinte, uns endlich gefunden zu haben. Dann entblößte sie ohne zu zögern ihre Brust und das Bild einer Katze fauchte uns von dort entgegen. Obgleich ich nicht sofort erkannte, was genau das zu bedeuten hatte, schienen meine Gefährten wie von Rondras Blitz getroffen. Erst nachdem wir uns einige Zeit mit ihr unterhalten hatten, offenbarte sich mir, dass es sich bei dieser außergewöhnlichen Tätowierung um das zweite der sieben Zeichen handeln musste, dass vor ihr schon von einer Hexe und dem großen Schwertmeister Tunajaar getragen worden war. Sie stellte sich selbst als Fenia “Rabenkind” vom Salamanderstein vor, ausgebildet im Kreis der Einkehr in den Salamandersteinen, sowie an der gildenmagischen Akademie Donnerbachs um – wie sie selbst sagte – Geist und Körper zu heilen verstehe. Wir verständigten uns darauf, sie von nun an in unserer Nähe zu haben, damit die bekannten Zeichen zusammen seien, als unser Gespräch von einer Angehörigen der Grauen Stäbe – Yarvala – unterbrochen wurde, die uns bat, sie zum örtlichen Ordenshaus zu begleiten. Worum es ging, verriet sie uns nicht.
Was uns dort erwartete überraschte nicht nur uns, sondern auch Yarvala: Admetos von Phenos, der Kammerher der hiesigen Niederlassung stand mit seinem Stab bewaffnet mitten auf der Treppe, zum Gebäude und verwehrte drei Magiern – offensichtlich Pfeilen des Lichts – darunter auch Nostrianus Eisenkober, den ich jedoch in diesem Moment nicht erkannte, den Zutritt. Sie waren in einen hitzigen Streit geraten, doch ohne zu zögern, stellten Gerwulf und ich uns an die Seite Phenos’, was die Weißmagier nur noch mehr in Rage brachte. Erst das eintreffen der Garde – zufälligerweise genau des Hauptmannes, den wir schon in der Alchimistenstube angetroffen hatten – konnte eine Eskalation verhindern und gemeinsam mit dem Kammerherrn der Grauen Stäbe und den drei Pfeilen des Lichts wurden wir auf die Wache gebracht, um die Lage zu klären. Offenbar hatte Eisenkober versucht, ohne die nötigen Papiere vom Gildenrat in die Privatgemächer Tharlesins von Borbra einzudrigen. Mit meinem Wissen konnte ich den Offizier von der Notwendigkeit dieser Papiere überzeugen, sodass er die die Pfeile des Lichts abwiesen. Zusammen mit Phenos und Yarvala konnten wir unbehelligt zum Quartier der Grauen Stäbe zurückkehren.
Dort angekommen offenbarte sich uns erneut ein überraschendes Bild: Yarvala lag leblos unter einem der Fenster des Ordenshauses, ein junger Mann stürtze aus dem Haus und brach beinahe zusammen, als er die Tote sah. Ich schickte ihn sofort zur Wache, während Shelia nach oben rannte und Gerwulf die Leiche in Augenschein nahm. Offenbar war borbaradianische Magie gegen sie gewirkt worden und sie hielt eine ausgerissene Buchseite in der Hand. Oben in ihrem Arbeitszimmer konnten wir ein großes Durcheinander und den Umhang ihres Mörders ausmachen unter dem wir die Fetzen eines Briefes fanden.
Als der Wachoffizier eintraf, schien er wenig erfreut, uns so schnell wiederzusehen. Seine Männer kümmerten sich um die tote Yarvala, während wir den zerstückelten Brief wieder zusammensetzten, der wohl ebenfalls von Tharlisin von Borbra verfasst worden war. Gemeinsam mit einem Brief von ihm, den Atmetos von Phenos uns überreichte – und der auch der eigentliche Grund war, warum er uns hatte sprechen wollen – konnten wir rekonstruieren, dass von Borbra sich insgeheim mit einigen Rittern der Golgariten auf einer Expedition in die Gor befand, um ein altes Artefakt des Dämonenmeisters aus seiner einstigen Festung zu bergen – aber auch, dass er unter dem direkten Einfluss des Bethaniers stand. Uns blieb vorerst nichts weiter übrig, als diesen Informationen Glauben zu schenken.
Nachdem wir uns verabschiedet hatten, machten wir uns noch zum Privathaus der verschwundenen Magierin auf, die wir im Auftrag der örtlichen Spektabilität finden sollten. Shelia knackte das Schloss und wir durchsuchten die wenigen Räumlichkeiten. Da wir jedoch nichts finden konnten, zogen wir uns in unsere Quartiere auf der Burg des Schwerts der Schwerter zurück, während Fenia zur Schule der Austreibung zurückkehrte. Bevor wir jedoch in den wohlverdienten Tiefschlaf fallen konnten, wurden wir unsanft von einem Boten geweckt, der uns eilends zu eben dieser Schule geleitete.
Dort wartete auch bereits Olorand von Gareth-Rothenfels mit einer weiteren Magierin auf uns. In einem Heptagramm zwischen ihnen lag, zuckend und sich windend, eine weitere Frau – genau jene, die wir in seinem Aufruf hatten suchen sollen, wie die Spektabilität uns mitteilte. Ihr Brude hatte sie – nachdem er sie einige Tage versteckt gehalten hatte – gerade zur Akademie gebracht, weil er fürchtete, sie sei besessen. Tatsächlich hatte er damit recht, bevor ich jedoch handeln konnte, sprach sie plötzlich Gerwulf direkt an. Denn Sinn ihrer Worte konnten wir nicht sofort erfassen, doch dazu später. Olorand und mir war es ein leichtes den Morca, der in ihr hauste auszutreiben, während wir die immer noch völlig verstörte Frau in Fenias Obhut gaben – sie stammelte etwas von Kaiser Reto. Natürlich kamen wir schnell darauf, dass sie vermutlich von dem gleichnamigen Hotel hier in Perricum sprach.
Am nächsten Tag – die Nacht verbrachten wir grübelnd und planend in der Akademie – trennten sich unsere Wege kurzzeitig: Shelia begab sich unter falschem Namen in das Hotel, um weitere Nachforschungen anzustellen, die in der Tat auch Früchte trugen, immerhin konnte sie herausbekommen, dass sie die Diener Borbarads, die in den letzten Tagen die Einbrüche und Morde in der Stadt begangen hatten, sich gerade auf dem Weg zum Avepass befanden – vermutlich, um sich mit Galotta, dem Reichsverräter, persönlich zu treffen. Wir anderen befassten uns derweil mit Gerwulf, die Ereignisse vergangener Nacht hatten uns doch nachdenklich gestimmt, was seine Loyalität uns gegenüber angeht. Tatsächlich konnten wir mithilfe Fenias eine Menge Zweifel ausräumen und Gerwulf erklärte sich freiwillig zu jeder Untersuchungsmethode bereit, die anzuwnden wir planten. Wir würden ihn nie wieder mit anderen Augen sehen, doch es ließen sich ein Großteil seiner teils sehr erschreckenden und unerklärlichen Taten auf das Wesen seines Rubinauges – bei dem es sich seines Wissens nach um einen bereits vor langer Zeit verstorbenen Magiermoguls handelt – zurückführen.
Als wir endlich wieder auf der Burg zusammensaßen und unsere neuen Erkenntnisse mit Shelia teilten, kam erneut ein Bote zu uns, um uns mitzuteilen, dass Ayla von Schattengrund, das Schwert der Schwerter, nun endlich bereit war, uns zu empfangen. Wir berichteten ihr von den vergangenen Abenteuern meiner Gefährten, sowie unseren Erkenntnissen, was die Pläne Borbrarads angeht. Plötzlich brach sie unerwartet zusammen, erdrückt von einer Vision: dem Fall Mendenas. Nur Augenblicke später ließ sie einen großen Gottesdienst vorbereiten, nahm Alrich beiseite und sandte uns zum Warten zurück auf unsere Zimmer. Wie wir erst später erfuhren, weihte sie unseren Baron in die geheimen Mysterien der Kirche der Göttin ein und erhob ihn persönlich in den Rang eines Knappen der Göttin.
Beim anschließenden großen Gottesdienst – zu dem wir auch wieder zugelassen waren – entfesselte sie eine der ältesten und mächtigsten Liturgien, die ihrer Kirche und ihrem Amt inne waren und versetzte die gesamte Dienerschaft der Göttin offen in den Kriegszustand gegen Borbarad und obwohl ich nicht an das direkte Wirken der Götter auf Dere glaube, so muss ich doch gestehen, dass ich einen Hauch des Zornes gespürt habe, der Rondra zueigen ist. Hinterher nahm uns ihr Stellvertreter zur Seite, um uns in die genauen Pläne der Kirche einzuweihen und uns einen persönlichen Auftrag – der vielleicht den Ausschlag in diesem ganzen Krieg geben würde – zu erteilen. Wir sollten noch am gleichen Tag aufbrechen, um die schwarze Kutsche, die verschiedene magische Utensilien zu Galotta bringen sollte, wie uns seit geraumer Zeit klar war, zu verfolgen und den Reichsverräter zu stoppen, der offenbar dabei war zum zweiten Mal in seinem Leben eine Ogerarmee auf die Beine zu stellen. Mit den besten Pferden aus den Stallungen der Kirche brachen wir auf.
Die Reise verlief bis zum Avepass ohne größere Zwischenfälle und den Aussagen der Herbergsbesitzer unterwegs nach konnten wir viel Zeit gutmachen. Vier Tage später, inmitten der schroffen Felsen der Trollzacken, kam es jedoch zu einer Begegnung, die niemand von uns so schnell vergessen würde: Herofan – der mächtige Greif vom Avepass – brach plötzlich aus den Wolken vor uns, verfolgt von zwei dämonischen Irrhalken. Ohne ersichtliche Mühen zerris er sie in der Luft zu Fetzen – es blieben nur zwei mächtige Rauchwolken von den explodierenden Kadavern zurück. Dann jedoch stürtzte er sich ohne jede Warnung plötzlich auf uns – so schien es zumindest jenen unter uns, die dem Kampf in der Luft zu gefesselt beobachten hatten. Hinter uns waren zwei weitere Irrhalke aufgetaucht, denen wir uns nun, mit Herofan an unserer Seite, entgegenwarfen.
Wie genau es nun zu diesem gewaltigen Desaster kommen konnte, ist mir bis heute nicht klar. Mit Sicherheit weiß ich nur, dass ich bei meinem Versuch, die beiden infernalischen Wesen zu verbannen, den größten aller Fehler beging und vergass meinen Schutzkreis um micht herum auszubreiten. Zwar gewannen wir die Schlacht dennoch – Arrulskhan wurde hier seinem Ruf als gnadenloser Schlächter wieder einmal gerecht – aber ohne diesen Patzer meinerseits, wären Gerwulf und Shelia nicht so schwer verletzt worden, dass sie beide dem Tode näher waren, als dem Leben – und wohl für immer gezeichnet von Narben und Brandwunden. Der Greif indessen hatte uns – bevor er verschwunden war – eine Feder seines Kleides zurückgelassen, die wir nach Beilunk zur Markgräfin bringen sollten. Fenia konnte beide mit ihren Heilkräften am Leben halten, doch von nun an konnten wir nur sehr langsam weiterreisen. Nichtsdestotrotz hatten wir den Vorsprung der Schwarzen Kutsche auf einen Tag verkleinert, als wir Beilunk erreichten.
Lange hielten wir uns hier nicht auf. Wir informierten die Markgräfin über unseren Auftrag, sowie unsere Vermutungen hinsichtlich Borbarads Invasionen und erhielten im Gegenzug die Bestätigung, dass die schwarze Kutsche einen Tag zuvor aus der Stadt geflohen war, nachdem ihre Insassen von Pfeilen des Lichts entdeckt und unterschätzt worden waren. Außerdem drangen Gerüchte vom Fall Ilsurs an unser Ohr. Sollte Borbarad diesem Weg folgen, wäre Vallusa als nächstes an der Reihe. Uns wurde darüberhinaus berichtet, dass die beiden Gesuchten nach einem Führer in den Ogerbusch Ausschau gehalten hatten, aber erfolglos geblieben waren. Unser nächstes Ziel stand damit fest.
Nur einige Tage später erreichten wir Shamaham, eine kleine Siedlung am Rande des Ogerbusches, in der sich auch – wie wir bald erfuhren – Azaril Scharlachkraut und ihre Begleitung einquartiert hatten. Glücklicherweise waren sie gerade auf einem Exkurs in den Wald, als wir dort eintrafen. Das Durchsuchen ihres Zimmers brachte keinerlei nennenswerte Erkenntnisse, außer dass wir anhand einiger Sterntafln rekonstruieren konnten, dass das vermutete Ritual wahrscheinlich nach dem 6. RAHja stattfinden solle – also in zwei Tagen. Wir schlugen unser Lager außerhalb des Ortes auf, damit Azaril uns nicht erkannte.
Unser Streifzug durch den Ogerbusch blieb ergebnislos, daher sahen wir uns ersteinmal im Dorf um – insbesondere weil wir auf die angeblichen Geistererscheinungen gespannt waren. Tatsächlich konnten wir nachts zwei silbirge scheinende Gestalten, offenbar verstorbene Rondrianer über ein mysteriöses Ogerartefakt unterhielten. Obwohl wir uns im Dorf genauer umhörten, um was es sich bei diesem Artefakt handelte, kamen wir nur an spärliche Informationen. Scheinbar war es eine große Keule eines einst mächtigen Ogers, das Galotta vermutlich als Kanalysator für sein Beherrschungsritual dienen sollte. Allerdings konnten wir nicht herausfinden, wo diese Keule zu finden ist. Bevor wir uns jedoch weiter mit der Sache beschäftigen konnten, stürtze ein Ereignis die kommenden Tage ins Chaos: Eine schwer verletzte Amazone kam ins Dorf geritten. Löwenstein, eine nördlich gelegene Festung der Amazonen war dem Feind in die Hände gefallen und nun war der Heerwurm Borbarads auf direktem Wege unterwegs nach Shamahan und eine Spähereinheit war bereits nur eine Tagesreise entfernt.
Da ein Kampf um das Dorf aussichtslos schien, formierten wir die Bauern eilends zu einem Flüchtlingstross und führten sie in den Ogerbusch, in dem es angeblich einige Höhlen geben solle, in denen man sich verstecken könne. Unterwegs entdeckten wir abseits des Weges die schwarze Kutsche, der wir schon in Perricum begegnet waren. Wir beschlagnahmten sie.
Am zweiten Tag unseres Weges durch den Ogerbusch lauerten uns einige Oger auf. Wir machten uns zwar sofort zum Kampf bereit, doch überraschenderweise schienen die Menschenfresser andere Intentionen zu haben, als uns alle zu fressen. Offenbar hatten sie Bekanntschaft mit der Grausamkeit Azarils gemacht und wollten uns nun davon überzeugen, sie zu jagen. Nach einer kurzen Unterhaltung beschlossen wir gemeinsam mit dem Häuptling der Oger und zehn seiner Krieger zurück nach Shamaham zu reisen, um von dort unsere Jagd nach Azaril zu organisieren – zum Einen vermuteten wir sie, ebenso wie wahrscheinlich Galotta dort, zum Anderen platzte eine der Dorfbewohnerinnen direkt vor den Ogern damit heraus, dass sie die von den Rondrianern erbeutete Keule (immerhin das vermutlich mächtigste Ogerartefakt Deres), in ihrem lagerschuppen versteckt hatte, nachdem der Tempel der Göttin geplündert worden war.
Als wir dann vom Rande des Waldes aus das Dorf beobachteten, bestätigte sich unser Verdacht: Ein Banner leichter Kavalleristen hatte das Dorf eingenommen und mit Barrikaden befestigt. Auf dem Dorfplatz tummelten sich neben den Söldnern auch Azaril, Galotta und eine uns unbekannte Zauberin. Obwohl wir genaue Schlachtpläne gemacht hatten, um möglichst schnell in den Besitz der Keule zu kommen und Azaril auszuschalten, mussten wir plötzlich sehr schnell handeln, da die Söldner beim Durchsuchen des Dorfes auf das Artefakt gestoßen waren und es auf schnellstem Wege zu Galotta brachten.
Das folgende Gefecht war schnell entschieden. Obwohl wir deutlich in Unterzahl waren, konnte ich durch einige ausgewählte Zauber schnell den Sieg für uns erringen. Es gelang mir sogar, Galottas Beherrschungszauber, den er gegen die uns begleitenden Oger gewirkt hatte zu bannen. Die Söldner flohen Hals über Kopf aus dem Dorf als sie sahen, wie wir wie ein Speer durch ihre Reihen brachen. Galotta selbst ließ sich von einem beschworenen Irrhalk davontragen und auch Azaril und ein offenkundiger Paktierer, der ebenfalls zu Galottas Gefolge gehörte entkamen unserem rechtschaffenen Zorn. Wir konnten allerdings die Keule sichern und ein paar Gefangene befreien, bevor sie einen grauenvollen Opfertod starben. Außerdem streckte Alrich die unbekannte Nekromantin – denn als solche tat sie sich während des Kampfes hervor – nieder. Unter den Gefangenen befand sich auch eine Amazone, die offenbar in wichtigem Auftrag auf dem Weg nach Kurkum, der geheimen Königsburg der Amazonen, war.
Durch die Rückeroberung der Keule besänftigt, begleiteten uns die Menschenfresser zurück zum Flüchtlingstross und ließen uns unbehelligt weiterziehen. Die befreite Amazone bat uns allerdings, sie nach Kurkum zu begleiten – vermutlich fürchtete sie, erneut dem Feind in die Hände zu fallen – und da unsere Aufgabe, die Menschen des Dorfes zu beschützen bereits abgeschlossen war (immerhin waren sie sicher im Wald und von den Ogern drohte keine Gefahr mehr), folgten wir ihrer Bitte und ließen uns in die Berge und in das geheime Tal führen, in dem die Residenzfestung der Amazonenkönigin verborgen liegen sollte.
Tatsächlich erreichten wir einen Tag später ein weitläufiges Tal – man konnte vielmehr von einer Hochebene sprechen, denn es erstreckte sich sicherlich vierzig Meilen in jede Richtung – durchquerten einige kleinere Dörfer und erreichten schließlich die trutzige Wasserburg in der Mitte des Tals. Nachdem wir kurz von den Torwächterinnen aufgehalten worden waren – und das lag nicht zuletzt an der äußerlichen Erscheinung Arrulskhan’s – ließ man uns zu einer der Offizierinnen der Burg vor. Wir schilderten die heraufziehende Gefahr und eilends wurde eine Beratung unter Augen der Königin veranlasst. Obgleich die Amazonen äußerst konservativ, einfallslos und ignorant auftraten, konnten wir die Königin doch davon überzeugen, auf einen Frontalangriff zu verzichten und die Verteidigung der Burg vorzubereiten.
Die nächsten Tage verbrachten Alrich, Arrulkhan und Shelia auf einer heimlichen Kundschaftermission, um Truppenstärke und Schlachtpläne des Feindes in Erfahrung zu bringen, während ich mich mich um die Evakuierung der Dörfer im Tal kümmerte. Die Amazonen begannen, Vorräte anzulegen, Waffen zu schmieden und die Wälder um die Burg herum zu roden. In der Nähe eines der Dörfer entdeckte ich ein erstickendes junges Mädchen entdecken, welchem ich jedoch mit simpler Antimagie das Leben retten konnte – es war verzaubert worden. Ursache dieses Zaubers war ihrer Aussage nach ein alter Mann mit Narrenkappe, der sich an den Gänsen des Dorfes vergangen hatte. Da ich in der Zaubermatrix auch einen Hauch von dämonischer Präsenz entdecken konnte, erschloss sich mir schnell, dass es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um einen Paktierer Lolgramoths handelte, der wohl im Auftrage des Feindes versuchen würde, Zwietracht und Unglück unter den Dörflern und auf der Burg zu sääen. Ich berichtete der Tempelvorsteherin der Burg später davon und wir hielten die Augen weiterhin offen.
Als unsere drei Kundschafter endlich zurückkehrten, berichteten sie von mehreren erschreckenden Dingen: Zum einen bestand das Heer des Feindes aus mehr Söldnern, als wir erwartet hatten, zum zweiten wurden sie von mindestens einem mächtigen Belshirash-Paktierer begleitet und zuletzt außerdem von einem regelrechter Heer untoter Kreaturen unterstützt, die jedoch offensichtlich nur Nachts agieren konnten. Angesichts dieser Übermacht, entsandten die Amazonen einen Zwerg aus den Dörfern des Tals, um nach Lorgolosh zu eilen, und Hilfe durch die dort ansässigen Angroshim zu erbitten. Wir indessen bereiteten uns auf eine auszehrende und blutige Belagerung vor. Alle Brücken des Tals rissen wir ein, alle Dörfer und Vorräte, die wir nicht mehr auf der Burg unterbringen konnten, brannten wir nieder. Der Boronanger wurde von Shelia und einer alten Boronitin versiegelt, um die Toten vor den anrückenden Nekromanten zu schützen und selbst die Insignien des naheliegenden Tempels entfernten wir, oder schlugen sie aus den Wänden, um sie nicht den Paktierern und Dämonologen in die Hände fallen zu lassen.
Die folgenden Tage waren von gespannter Erwartung gefüllt. In weiteren Kriegsratsitzungen wurde Alrich in den Stand eines Offiziers der Festung erhoben und wir dazu angehalten, Freiwillige unter den Bauern zu einer einfachen Miliz auszubilden. Ein Göttinendienst, gehalten von der Tempelvorsteherin der Burg, entachte unter den Amazonen den Kampfeswillen und schien den einfachen Leuten zumindest ein klein wenig Hoffnung einzuflößen, dennoch blieb die Stimmung sehr gedrückt und es kam regelemäßig zu kleineren Auseinandersetzungen untern den Flüchtlingen im Burghof. Das feindliche Heer marschierte geordnet und diszipliniert in das Tal um Kurkum ein und schlug vier verschiedene Heerlager auf, von denen sich das größte unmittelbar vor den Toren der Festung befand. Uns blieb nichts, als die überwältigende Übermacht des Feindes zu betrachten und die viel zu dünn besetzten Wachschichten einzuteilen.
*Der folgende Absatz ist – vermutlich zum Zwecke der Verschlüsselung – in Zhayad verfasst*
Was nur hat uns geritten, hier in diesem abgelegenen Tal mit all den unschuldigen Menschen Zuflucht vor dem Feind zu suchen? Ich bin überzeugt davon, dass der Feind lediglich hinter uns her ist und eigentlich kein sonderliches Interesse an dieser einsamen Festung hat. Sollte sich das bewahrheiten, haben wir hunderte von Unbeteiligten in größte Gefahr gebracht. Und niemals würde ich mir selbst vergeben, wenn Leib oder Seele dieser armen Leute Schaden nimmt, nur weil wir die Intention des Feindes missgedeutet, oder unseren eigenen Wert falsch eingeschätzt haben. Alrichs Glaube daran, dass wir im direkten Auftrag der Götter hierher gelangt waren, war unerschütterlich, dennoch gelang es ihm nicht, meine Zweifel auszuräumen. Sicher, inzwischen denke sogar ich, dass sich die Götter als eine höhere Macht in unsere Geschicke einmischen – auch wenn ich das nur ungerne zugebe, wirft es doch meine bisherigen Erfahrungen über den Haufen – dennoch sehe ich keinen Grund, der uns letztendlich hierhin, nach Kurkum, verschlagen haben könnte. Wenn ich zurückblicke suche ich den Fehltritt, den wir gemacht haben, kann jedoch keinen erkennen. Uns fehlt das Wissen um den Feind und seine Schwäche, uns fehlt das Wissen darum, wie und wo wir die verbliebenden Zeichen finden können und uns fehlt die Zeit ebendieses Wissen zu erlangen. So stellt sich die Frage, ob es unser Fehltritt war, dem Ruf des Schwertes der Schwerter Folge zu leisten und ihr den Vorzug vor den Prophezeiungen zu geben…
Die folgenden Tage zogen schleichend dahin und ich werde im Folgenden nur die größeren Ereignisse und Zusammenhänge erleutern. Den ersten eigentlichen Angriff des Feindes konnten wir ohne größere Schwierigkeiten zurückschlagen. Die wenigen Söldner, die über ihre Sturmleitern die Mauern erreichten wurden von Alrich, Shelia und Arrulskhan gnadenlos niedergemacht, ohne eine ernsthafte Gegenwehr zu liefern. Ich selbst konzentrierte mich auf den anrückenden Dämon – einen gehörnten Deiner Lolgramoths, der entsandt worden war, das Burgtor einreißen – und konnte ihn zurück in die Niederhöllen schicken, allerdings gelang es ihm, dem Tor einige schwere Treffer zuzufügen, sodass ich es nachträglich mit einer Arkanoglyphe stabilisieren musste. Nach dieser Niederlage ließen unsere Feinde die Waffen ruhen und beschränkten sich darauf, uns mit kriegsunwürdigen Methoden zu bekämpfen. Ein Nagrachpaktierer in ihren Reihen (wir vermuteten, dass es sich dabei um einen der drei großen Heerführer Borbarads handelte) begann damit, die gesamte Festung und ihre Umgebung in ein Unheiligtum seines Meisters zu verwandeln, was letzendlich dazu führte, dass es zunehmend kälter wurde, bis uns sogar das Wasser in Brunnen gefror. Das konnte ich zum Glück mit einer weiteren Glyphe rückgängig machen, sodass wir zumindest nicht verdursten mussten.
Des weiteren kam es nach dem ersten übereilten Übergriff des Feindes zu mehreren Anschlägen im Inneren der Burg. Einmal stand plötzlich das Burgtor in Flammen – Gerwulf konnte es glücklicherweise jedoch löschen. Offenbar hatte einer der Bauern aus den Dörfern unter einem Beherrschungszauber das Feuer gelegt. Er wurde in den Kerker gesperrt. Zumindest konnten wir den Amazonen keine mangelnde Tatkraft oder eine außerordentliche Zimperlichkeit vorwerfen. Ein anderes mal entdeckten wir die Leiche eines Knechtes, die von Eiskristallen übersäät in einer Ecke des Burghofes lag. Er war offensichtlich erstochen worden und nach einer kurzen Analyse konnten wir es als einen dämonologischen Ritualmord mit impliziertem Blutopfer identifizieren, auch wenn wir noch nicht sagen konnten, wer der feindliche Spion in unseren Reihen war.
Sogar zwei Individuen der feindlichen Führungsrige offenbarten sich uns: Xeraan, der verdammungswürdige Dämonologe, den wir bereits in Tobrien getroffen und dessen Kind-Zant-Kreationen wir bekämpft hatten, erschien als magisches Abbild auf dem Turmkranz eines der Tortürme und belegte einen der Bauern mit einem Zauber, sodass er Alrich als Zant erschien und erschlagen wurde. Shelias Mühen, Xeraan mit einem Wurfstern zu Fall zu bringen scheiterte, als das Geschoss durch die Illusion hindurchschoss. Der andere war ein äußerst sonderbarer alter Mann, der sich selbst als Torxes von Freigeist vorstellte, dem Herold des wiedergekehrten Dämonenmeisters vorstellte. Offensichtlich handelte es sich ursprünglich einmal um einen Schelm, doch da er nun offensichtlich nicht nur über seinen Meister, sondern auch ganz persönlich direkten Kontakt zur siebenten Sphäre hatte, bezeichne ich ihn mangels eines anderen Begriffs als Dunkelschelm. Offensichtlich handelte es sich bei diesem merkwürdigen Mann um ebenjenen, der einige Wochen zuvor die Gänse ermordet und die spielenden Kinder angegriffen hatte. Nun erschien er vor den Toren der Burg hechelte eine größenwahnsinnige Liste von Titel für seinen Herrn herunter und wandte sich wieder zum Gehen. Einem gut gezielten Bolzen Arrulskhans entkam er, als sein Mantel sich auflöste und Torxes verschwinden ließ.
Zu Erwähnen bleibt noch unsere Jagd nach einem feindlichen Spion in unseren Reihen. Auch wenn wir nicht alle Ereignisse auf der Burg aufdecken konnten, war es uns vergönnt, einen Komplott zwischen Alena, einer angeblichen Bettlerin und Ayla, der Tempelvorsteherin Kurkum’s zu enttarnen. Bei Alena handelte es sich in wirklichkeit um die Verstoßene Amazone Ulissa – Aylas Mutter. Beide hatten geplant, Yppolita zu stürzen, um selbst an die Macht zu kommen. Scheinbar hatten sie weder mit dem Feind paktiert, noch bisher eine Straftat begangen (ausser, dass Ayla die Verbannte hätte melden müssen), dennoch wurden sie unvermittelt wegen Hochverrat vor Gericht gestellt. Während des Prozesses stellte sich allerdings heraus, dass Ulissa keine Machtübernahme, sondern eine Entschuldigung an ihrer Königin geplant hatte. Als Yppolita sie jedoch aufhob, ihr vergab und sie in die Arme schloss, schoss wie aus dem Nichts ein gefrorener Pfeil auf sie zu und durchbohrte die Büßerin Die ausbrechende Panik unter den Bauern machte es unmöglich, den Schützen auszumachen, doch ohnehin erschallte der Ruf von den Mauern, dass der Feind anrücke.
Tatsächlich marschierte der Feind unter einem Hagel von Feuergeschossen auf die Mauern zu. Wir konnten unsere Stellung auf den Mauern zwar halten und sogar den Angriff eines Rammbockes überstehen, aber neben einigen Amazonen starben vor allen Dingen viele Bauern – entweder in den Flammen oder durch den Pfeilhagel der feindlichen Schützen. Nur eine Stunde ließ uns der Feind, um unsere Wunden zu versorgen, bis er zum nächsten Angriff anrückte – diesmal mit beiden Belagerungstürmen. Diesmal begannen wir zurückzuweichen, da wir der Masse an Söldnern die über die Planken der Türme auf die Mauern stiegen kaum standhielten, da kam uns überraschend eine Abteilung zwergischer Krieger zu Hilfe, fiel den borbaradianischen Truppen in die Flanke und brachte so ihren Angriff zum Halten. Bevor sie jedoch das Tor erreicht und sich so in Sicherheit gebracht hatten, war etwa die Hälfte der Männer niedergemacht worden. Und erneut zog sich der Feind zurück.
Wir schafften die Leichen der Söldner in die Belagerungstürme und brannten sie nieder, um sie unschädlich zu machen. Als es endgültig dunkel geworden war, brach neuerlich der Sturm auf die Festung los. Diesmal schlurften auch die Horden der Untoten los, schienen jedoch eher ziellos und keine echte gefahr zu sein. Über eine der Leitern stürmte der Nagrach-Paktierer der Heerführer Borbarads auf die Mauer und stellte sich Arrulskhan zum Kampf. Sofort verschwanden beide Kontrahenten jedoch in einem Schneesturm, sodass sie nicht mehr zu sehen waren. Ohnehin hatte ich meinerseits ein eigenes Ziel entdeckt: Xeraans “Legionär”, die Vollendung seiner skrupel- und gottlosen Forschung: Ein Dämon in dem Körper eines Kindes – in perfekter Symbiose. Dank meiner Schutzzaber und meiner todesmutigen Gefährten, konnte ich das Monster gefahrlos zurück in die siebente Sphäre schicken. Leider verging dabei auch der Körper des Kindes.
Doch als wir uns gerade erneut den stürmenden Söldnern zuwenden wollten, brach ein greller Blitz durch den schwarzen Himmel, schlug an der Stelle in den Wall ein, an der sich Arrulskhan mit seinem Feind maß und riß eine klaffende Bresche in den Wall, durch den sofort die Untoten in den Burghof stürmten. Ob nun Rondra, oder gar der Namenlose – denn der 30. RAHja war vor wenigen Stunden zuende gegangen – den Blitz gesandt hatte und welchen Zweck er erfüllte, blieb uns noch verborgen, als wir die Treppen hinunter zum Rondratempel stürtzten, der unsere letzte Verteidigungsstellung sein sollte – der Hof war verloren. Der Söldner, die uns in den Tempel verfolgten, konnten wir uns erwehren, als wir einige weitere Gestalten den Hof betreten sahen: Die Heerführerin der Söldner, sowie Alvenish, der Nekromant, dem die Untoten unterstanden. Ohne, dass wir etwas unternehmen konnten, wagte er es, Nirraven, den gefallenen Raben zu beschwören, doch konnte er der chaotischen Macht dieses Dämons nicht widerstehen und so fuhr das Monster in seinen Körper ein, anstatt sich der sterblichen Hülle der gefallenen Rittmeisterin Detlana zu bemächtigen. Yppolita stürtzte aus der schützenden Sicherheit des Tempels und warf sich dem Leib Alvenish’s entgegen, um den Dämon wieder aus dieser Welt zu treiben, doch sie konnte seine Verteidigung nicht durchbrechen. Unterdessen bemerkten wir, wie Shelia auf einmal verschwunden war.
Doch nur kurze Zeit später, kehrte sie zurück – auf dem Rücken eines monströsen Kaiserdrachens. Sie schwang sich von seinem Rücken und brachte sich erneut im Tempel in Sicherheit. Der Drache sprach einige Worte zur Königin, schwang sich dann wieder in die Luft und spie unerwartet Feuer auf den Festungshof, die Mauern und die Umgebung nieder und verwandelte das gesamte Schlachtfeld in ein flammendes Inferno. Mit letzter Kraft stieß Yppolita ihre Klinge durch den Brustkorb ihres Gegners und ergab sich dann ihrem Feuertod. Die gesamte Söldnerschar verbrannte bei lebendigem Leib, die Untoten gingen in Flammen auf und ganz Kurkum brannte nieder und sogar die massiven Steine schmolzen unter dem Drachenfeuer. Nur der Tempel – und mit ihm die letzten Amazonen, Bauern und wir – entkammen der Verwüstung…
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